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Mehr Tempo im Wohnungsbau: Ingenieurkammer setzt sich ein

Der Hauptgeschäftsführer der Ingenieurkammer, Stephan von Friedrichs, nimmt am Bündnis für bezahlbares Wohnen teil. Jetzt gibt es erste Ergebnisse.

Der Wohnungsbau in Niedersachsen muss mehr Tempo aufnehmen und von den hohen Kosten wegkommen! Darum engagiert sich der Hauptgeschäftsführer der Ingenieurkammer Niedersachsen, Stephan von Friedrichs, im Bündnis für bezahlbares Wohnen in Niedersachsen. Die Arbeitsgruppe 10 „Niedersächsischer Weg zum erleichterten und kostengünstigen Bauen“ hat jetzt ihren Abschlussbericht verfasst.

Zusammen mit dem Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, dem Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft in Niedersachsen und Bremen sowie weiteren rund 20 Verbänden und Unternehmen geht es darum, jetzt ins Handeln zu kommen. Stephan von Friedrichs sagt: „Bezahlbares Bauen entsteht nicht durch immer neue Vorschriften, sondern durch Mut zur Vereinfachung, klare Standards und schnellere Verfahren.“

 

Die Hebel für einfaches und schnelles Bauen

Für den Niedersächsischen Weg haben die Beteiligten der Arbeitsgruppe die wichtigsten Hebel ermittelt, um das Bauen leichter, schneller und günstiger zu machen:

• Kostenreduzierte Baustandards:
Mehr Standardisierung, modulare Bauweisen und schlichte, funktionale Gebäudekonzepte sollen Planung und Bau deutlich günstiger machen. Low-Tech-Ansätze, reduzierte Ausstattung und der Verzicht auf unnötige technische und gestalterische Zusatzanforderungen stehen im Fokus.

• Rechtliche Spielräume besser nutzen:
Bestehende Möglichkeiten zur Abweichung von DIN-Normen sowie das Mitteilungsverfahren nach NBauO sollen stärker angewendet werden. Zudem werden Anpassungen bei Barrierefreiheitsanforderungen, Abstellflächen und besonderen Wohnformen geprüft.

• Optimierte Prozesse:
Frühzeitige Bauteams, klare Meilensteine, verbessertes Änderungsmanagement und stärkere Kostensteuerung sollen Bauprojekte effizienter machen. Die Qualität der Bauvorlagen soll erhöht werden, um Genehmigungsverfahren zu beschleunigen.

• Digitale und beschleunigte Verfahren:
Elektronische Antragstellung ist etabliert. Ziel ist eine medienbruchfreie, standardisierte digitale Kommunikation zwischen Planern und Behörden. Informationsgrundlagen zu Grundstücken sollen gebündelt und leichter zugänglich gemacht werden.

 

Die Beteiligten wollen den Niedersächsischen Weg gemeinsam gehen und sich für seine Umsetzung einsetzen.