Das Projekt Triple I hilft ausländischen Ingenieuren beim Start in Deutschland. Jetzt waren Vertreter zu Gast beim Migrationsbeauftragten Deniz Kurku.
Mit dem Projekt „Triple I: Ingenieure integrieren Ingenieure“ engagiert sich die Ingenieurkammer Niedersachsen für den Start von ausländischen Ingenieurinnen und Ingenieuren in den deutschen Arbeitsmarkt. Anfang März haben sich der Hauptgeschäftsführer der Ingenieurkammer Niedersachsen, Stephan von Friedrichs, und Vertreterinnen des IQ-Netzwerk-Projekts „Triple I: Ingenieure integrieren Ingenieure“ mit Deniz Kurku, dem Niedersächsischen Landesbeauftragten für Migration und Teilhabe, in der Staatskanzlei getroffen.
Dass dieses Gespräch auf Einladung der Staatskanzlei stattfand, ist kein Zufall. Es ist ein klares Zeichen: Die Integration internationaler Ingenieurinnen und Ingenieure ist politisch und gesellschaftlich angekommen.
Herausforderungen, die wir nur gemeinsam überwinden können
Im Austausch mit dem Landesbeauftragten wurden auch die Herausforderungen benannt, die noch bestehen: sprachliche Anforderungen, komplexe Verwaltungsabläufe, fehlende Einarbeitungskapazitäten. Sie betreffen nicht nur die Fachkräfte selbst, sondern auch die Ingenieurbüros und öffentlichen Institutionen, die sie aufnehmen möchten – und manchmal nicht die Ressourcen haben oder die Strukturen und Wege noch nicht etabliert haben, um diese Einarbeitung zu leisten.
Der demografische Wandel trifft das Bau- und Ingenieurwesen besonders in den Regionen stark. Viele Planungs-, Infrastruktur- und Energieprojekte lassen sich heute nur noch mit internationalen Fachkräften realisieren. Diese Entwicklung zeigt, dass Integration kein Hilfsprojekt ist, sondern eine Notwendigkeit für den Standort Niedersachsen.
150 Menschen. 150 Geschichten. Eine Botschaft.
Die Zahlen sprechen für sich: 150 Teilnehmende, eine wachsende Zahl erfolgreich vermittelter Fachkräfte, viele Berufsbiografien, die neu geschrieben werden. Hinter jeder dieser Zahlen steht ein Mensch – jemand, der nicht nur ein Diplom mitgebracht hat, sondern Erfahrung, Leidenschaft und den Willen, in seiner neuen Heimat zum gemeinsamen Miteinander beizutragen.
Triple I hat gezeigt, dass gezielte Unterstützung wirkt. Die Zahl von 150 Teilnehmenden und die erfolgreiche Vermittlung von Ingenieurinnen und Ingenieuren sind die Ergebnisse intensiver Arbeit und des gemeinsamen Willens, internationale Fachkräfte nicht nur willkommen zu heißen, sondern wirklich ankommen zu lassen.
Unsere Stärke: Erfahrung, Netzwerk, Haltung
Gemeinsam und im Austausch mit dem Integrationsbeauftragten, unseren Mitgliedern und Behörden sorgen wir als Ingenieurkammer Niedersachsen dafür, dass qualifizierte Ingenieurinnen und Ingenieure ihren Platz in Niedersachsen finden und dass unser Land die Fachkräfte hat, die es für die großen Aufgaben braucht.
Bereits viele unserer Mitglieder sind praktisch seit Längerem beim Thema Integration angekommen: als aufgeschlossener Arbeitgeber oder als Kollege, der neue Fachkräfte Schritt für Schritt in das berufliche Umfeld einführt und begleitet. Denn am Ende entscheidet nicht allein die Qualifikation darüber, ob Integration gelingt. Es entscheidet die Haltung und sie liegt in unseren Händen.
Triple I: Ingenieure integrieren Ingenieure
Mehr über das Projekt "Triple I: Ingenieure integrieren" und die Kontaktmöglichkeiten erfahren Sie hier.
